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Deutschland - Freizeit
Bautzen (sorbisch Budyšin) ist eine Kreisstadt in Sachsen, in der Oberlausitz.. Die Stadt wurde auf einer Granithöhe am Oberlauf der Spree erbaut, sie wird weithin sichtbar von der Ortenburg (um 1000 gegründet) überragt. Hier leben etwa 44 000 Einwohner, sie ist auch das Zentrum der Lausitzer Wenden (Sorben).
Wer den Aufstieg auf einen der Bautzener Türme nicht scheut,
bekommt einen phantastischen Blick auf die Stadt und das Umland präsentiert,
in das mittelalterliche
Stadtbild mit vielen Türmen (Lauen-, Reichen-, Wendischer Turm, Nikolaitor),
mit
Petridom und Michaeliskirche fügt sich Neues gut ein. Die Unverwechselbarkeit der Stadt
erwächst aus der Vielfalt ihrer Reize - eine als Flächendenkmal erhaltene und in
der Sanierung fortgeschrittene historische Altstadt, interessantes deutsches und
sorbisches Kulturleben, ein abwechslungsreiches touristisches Umland. Zur Sicherung des steigenden Wasserbedarfs durch
den starken
Bevölkerungszuwachses wurde 1606/10 die Neue Wasserkunst mit ihrem 45 Meter
hohen Turm durch den Ratsbaumeister Wenzel Röhrscheidt d. J. erbaut. Im
Dreißigjährigen Krieg wurde das Bauwerk 1620 stark beschädigt und erst 1724/25
wiederaufgebaut. Dabei wurde der hölzerne Abschluß durch eine steinerne Kuppel
ersetzt. 1877/79 verlegte man die Wasserleitungsrohre in den Straßen mit einer
Gesamtlänge von ca. 4 km und mit Anschlüssen zu den Wohngebäuden. 1890 erfolgte
die Stilllegung der Wasserkunst. Im Zuge des Ausbaues der inneren Stadtbefestigung im 14./15. Jh. entstand 1490/92 der untere Teil des Reichenturmes. Nach viermaliger Zerstörung durch Brände erhielt der Turm 1715/18 einen steinernen Barockaufsatz nach einem Entwurf von Joh. Christoph Naumann. 1747 wurde die erste Neigungserscheinung des Turmes festgestellt. 1837 kam es zum Abbruch des Reichentores mit seinen vier hintereinanderliegenden gotischen Torbögen und des Mauerrondells, wobei der innere Bogen neben dem Turm als Rundbogen erhalten blieb. Dabei wurde das 1577 geschaffene Denkmal Kaiser Rudolfs II. (1552 - 1612) von der Ostseite des Rondells an die östliche Seite des Turmfußes versetzt. 1968 wurde leider der restliche Torbogen abgetragen. 1953/54 erfuhr der 3200 Tonnen schwere Turm eine Fundamentbefestigung, da er nur 80 Zentimeter tief begründet war und der Neigung von 1,44 m Einhalt geboten werden mußte. 1991/93 erfolgte eine umfassende Restaurierung.
Bautzen ist auch das kulturelle und politische
Zentrum der Sorben in der Oberlausitz. Das kleine slawische Volk hat seine
Sprache, seine Traditionen, seine Folklore und viele Bräuche bis heute
beibehalten. In Bautzen haben zahlreiche sorbische Einrichtungen, Institutionen
und kulturelle Stätten ihren Sitz. So befindet sich in Bautzen das einzige
zweisprachige Theater Deutschlands, das Deutsch-Sorbische Volkstheater.
In Bautzen befand sich 1945 bis 1950 ein sowjetisches Internierungslager (Bautzen I), bis 1990 dann ein Gefängnis des Staatssicherheitsdienstes (siehe hier) der DDR (Bautzen II).
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