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Deutschland - Freizeit
Erzgebirge / Sachsen


Erlabrunn,
ein
Ort, wo ich mich immer sehr wohlfühle!

Erlabrunn ist eine kleine Gemeinde im
Landkreis Aue-Schwarzenberg unweit der böhmischen Grenze, in der Nähe des Auersberges, dem zweithöchsten Berg Sachsens. Hier kann man immer Ruhe und Erholung finden. Die Wanderwege von insgesamt 45km gehen bis ins böhmische Gebiet und weiter. Mit ihren Ortsteilen Erlabrunn und Steinheidel hat der Ort ca.1070 Einwohner und eine Fläche von 851qkm. Er liegt 610 - 720 m hoch und ist bequem mit dem PKW, mit dem Bus oder dem Zug zu erreichen.
Das Erzgebirge verfügt nicht nur über herrliche Wälder und ausgezeichnete klimatische Bedingungen für Wanderfreunde, es bietet neben großartigen Wandermöglichkeiten eine Vielzahl sportlicher und kultureller Attraktionen. Aufgrund intensiver forstwirtschaftlicher Anstrengungen haben die Wälder schon seit Jahren ihre gesunde Struktur zurückgewonnen, sie bieten wundervolle Wandermöglichkeiten. Auch die Aufräumungsarbeiten nach dem Derecho im August 2005 sind zügig erfolgt.
Das Wanderwegenetz in der Umgebung wurde zielstrebig und großzügig ausgebaut, es verfügt über eine vorbildliche Beschilderung und zahlreiche Schutzhütten. Wandern hier bedeutet - Wege für ältere Menschen, familienfreundliche Wanderrouten, die auch für Kinder geeignet sind, Ziele für bergbaugeschichtlich Interessierte, Tagestouren für Geübte und für alle Ruhe und Erholung Suchenden in der zauberhaften Natur.
Auf dem Naturlehrpfad „Steinbachtal“ kommt man zu den Teufelssteinen, die bei Klettersportlern und Bergsteigern mit 25m Höhe und 4-7c Schwierigkeitsgrad beliebt sind. Im Winter sind Kutschfahrten mit dem Pferdeschlitten möglich, genauso wie Rodeln oder Ski alpin.


 

Nur 5 km entfernt von Erlabrunn liegt Johanngeorgenstadt, genau wie das ebenfalls nahegelegene Oberwiesenthal, ein seit längerem bekannter und beliebter Urlaubsort. Aus Johanngeorgenstadt kommt der durch den Ort fließende Steinbach, er hat dieses reizvolle, romantische Tal geformt. Es gibt sehr viele Naturdenkmäler, z.B. die Orchideenwiese am Märzenberg und den Nonnen- und Hefekloßfelsen.
Wirtschaftlicher Mittelpunkt der Gemeinde war und ist das Krankenhaus, welches in der Wismutzeit als Bergarbeiterkrankenhaus erbaut wurde. Es ist heute modern eingerichtet und exzellent ausgestattet und ist auf vielen Fachgebieten weit über die Grenzen Sachsens hinaus bekannt. Schon allein das unter Denkmalschutz stehende Gebäude ist sehenswert, aber auch das umliegende landschaftsgeschützte Parkgelände begeistert den Besucher. Heute ist es eine gGmbH und es verfügt über modern eingerichtete und sehr gut ausgestattete Kliniken.
Der neu angelegte Marktplatz mit der Ortspyramide und dem Brunnen runden das Bild der Gemeinde Erlabrunn ab, er ist gleichzeitig das Aushängeschild für die "Alte Schleiferei". Diese wunderschön gestaltete Anlage lädt Besucher zum Verweilen ein. Das Hotel "Alte Schleiferei" liegt unmittelbar am Rande der herrlichen Wälder, die Erlabrunn umgeben. Und was vielleicht den einen oder anderen interessiert: Hier kann man auch selbst gebrautes Bier trinken.
Ich fühle mich hier jedenfalls immer wohl, in der Umgebung, im Ort nd natürlich auch beim Faulenzen im Garten.

 

Etwas zur Geschichte des Ortes
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Erlabrunn gehörte zur Herrschaft Schwarzenberg und bestand ursprünglich nur aus wenigen Häusern zwischen der Mündung des Milchbaches in den Steinbach und dem Schwarzwasser, zu denen sich 1883 ein Haltepunkt an der Eisenbahnstrecke von Schwarzenberg nach Johanngeorgenstadt und 1905 das Hotel "Täumerhaus" gesellte. Der ursprüngliche Hauptort war Steinheidel, der als bergmännische Streusiedlung am nördlichen Abhang des Schwarzwassertales an der alten Verbindungsstraße von Schneeberg über Jägerhaus nach Johanngeorgenstadt und weiter ins böhmische Karlsbad entstand.
Die erste urkundliche Erwähnung unserer Region stammt aus 1534, hier wurde der heutige Ortsteil Steinheidel, als Waldstück Steinheide, gelegen zwischen dichten Tannen, Fichten und Buchen aufgeführt. Im Jahr 1591 findet sich die erste urkundliche Nennung von Erlabrunn, als Waldstück zwischen Fällberg und Steinbach als "Erlabrunn". Die Erstbesiedlung dieser Region erfolgte auf Grund früher Erzfunde. Daneben war die Holzwirtschaft für die wirtschaftliche Entwicklung förderlich, aber auch die spätere Gewinnung von Kaolin. Nach dem Niedergang des Erzbergbaus im 19. Jh. bildeten Waldarbeit, Kleinlandwirtschaft, Torfgräberei und Handwerk (bes. die Köhlerei) die Lebensgrundlage der Bevölkerung.
Nach dem 2. Weltkrieg erfuhr die Gegend um Erlabrunn einen erheblichen wirtschaftlichen Aufschwung, der mit dem Bau des überregional bedeutenden Krankenhauses 1950/1951 und den Folgeeinrichtungen wie Wohnbauten, Schulen und Versorgungsanlagen seinen Ausdruck gefunden hat. Heute gliedert sich die Gemeinde in 3 Wohnsiedlungen, "Am Milchbach", "Am Märzberg" und "Am Waldeck" sowie den Ortsteil Steinheidel.

Nach dem Zweiten Weltkrieg führte die Gemeinde den amtlichen Doppelnamen Steinheidel-Erlabrunn, bis 1967 die jetzige Kurzform der Benennung eingeführt wurde.
                                                                                                                       
 Bilder: © Monika Frunzke