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Deutschland - Freizeit
Naumburg / Saale


Naumburg
ist
Kreisstadt des Burgenlandkreises in Sachsen-Anhalt.
Sie liegt südlich von
Halle (Saale), an der Mündung der Unstrut in die Saale, nahe der Grenze zum Freistaat Thüringen. Die Stadt ist etwa 36 qkm groß, hier leben etwa 30500 Einwohner.
Naumburg gehört zu den schönsten Städten Mittel-
deutschlands,
ist Modellstadt für Altstadtsanierung und liegt im Zentrum der mitteldeutschen Burgen- und Weinregion. Der besondere Reichtum der Stadt an Sehenswürdigkeiten, die Schönheit der Altstadt, die landschaftlich einzigartige Umgebung und die vielfältigen Kultur- und Freizeitangebote versprechen einen angenehmen Aufenthalt. Entdeckt die Stadt, eingebettet in die idyllische Burgen- und Weinregion an Saale und Unstrut - ein lohnendes Reiseziel für Liebhaber von Kultur, Natur und Wein. Vom Marktplatz weg führt die Marienstraße in Richtung Norden zum Marientor. Dieses aus dem 15. Jh. stammende Stadttor ist noch ausgezeichnet erhalten und mit Außentor, Wehrgang, Innentor und Fallgitter sowie Wartturm ausgestattet. Das Marientor ist das einzige erhaltene Naumburger Stadttor und ein seltenes Beispiel einer Doppeltoranlage mit Barbakane und Innenhof. Es wurde in seinen Ursprüngen bereits im 14. Jahrhundert angelegt. Im Sommer finden im Innenhof und vor der Kulisse des Marientors auf dem Marienplatz Open-Air-Veranstaltungen statt. Empfehlen kann man die Besichtigung des Wehrgangs und der Innenräume des ehemaligen Wehrturmes, in dem die Torwächter und Wärter lebten und der vom 16. bis zum 19. Jahrhundert auch als Gefängnis diente. Nach Abschluss der komplexen Sanierung des Marientors, 2000, wurde hier eine informative Dauerausstellung eingerichtet.

Der Naumburger Dom
Wahrzeichen der Stadt Naumburg ist der spätromanisch-frühgotische Dom St. Peter und Paul, der zu den wertvollsten europäischen Baudenkmälern gehört. Er steht in der bischöflichen Vorstadt. Mit dem Bau dieser dreischiffigen, zweichörigen Basilika mit vier Türmen und einem Kreuzgang wurde bereits vor 1213 begonnen. Er besitzt eine kreuzförmige, doppelchörige Pfeilerbasilika St. Peter und Paul. Die Hauptbauzeit begann um 1220 in zunächst spätromanischer, dann gotischer Bauweise. Nach 1300 wurde der romanische Ostchor durch einen gotischen ersetzt; die Osttürme stehen auf romanischem Unterbau. Die Ausstattung spricht für sich: gotischer Lettner mit Passionsdarstellungen, 12 Stifterstatuen, mittelalterliche Grabdenkmäler und Glasfenster. 
Das Kunst- und Kulturdenkmal von internationalem Rang ist die meistbesuchte Sehenswürdigkeit an der "Straße der Romanik". Der Dom gehört dank seiner romanisch-gotischen Architektur und vor allem wegen seiner hochgotischen Monumentalskulptur und Bauornamentik zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern des Mittelalters. Die Mitte des 13. Jahrhunderts vom sogenannten Naumburger Meister geschaffenen lebensgroßen Stifterstandbilder im Westchor (bekanntestes Paar Ekkehard und Uta) sowie die Darstellung der Passionsgeschichte am Westlettner beeindrucken durch ihre wirklichkeitsnahe Gestaltung. Bedeutsam sind die spätromanische Krypta, der Ostlettner und die mittelalterlichen Glasfenster. Weltberühmt sind die zwölf Stifterfiguren im Westchor, alle Figuren sind lebensgroß und in Kalkstein gehauen.

Das Wahrzeichen der Ratsstadt ist die Stadtpfarrkirche St.Wenzel, südlich vom Markt. Der Neubau erfolgte nach 1426, eine barocke Umgestaltung des Innern 1724, das Westportal entstand um 1510/1520. Nennenswert ist die wertvolle Innenausstattung wie der barocke Hochaltar von 1680 sowie zwei Gemälde aus der Werkstatt von Lucas Cranach d. Ä. Bemerkenswert ist die Grabplatte August Leubelfings, Page des Schwedenkönigs Gustav Adolf, der wie sein König 1632 in der Schlacht bei Lützen fiel. Prunkstück der Wenzelskirche ist die Hildebrandt-Orgel. Die gewaltige Orgel in der Wenzelskirche wurde von Silbermann-Schüler Zacharias Hildbrandt gebaut und 1746 von Johann Sebastian Bach geweiht. Ihre Einmaligkeit verdankt sie der außergewöhnlichen Klangfülle - sie gilt als Verkörperung des Bachschen Orgelideals. Von Mai bis Oktober finden mittwochs, samstags und sonntags jeweils um 12.00 Uhr Kurzkonzerte statt ("Orgel punkt Zwölf"). Darüber hinaus stehen in den Sommermonaten internationale Meisterkurse und vielfältige Abendkonzerte ("Internationaler Orgelsommer") auf dem Veranstaltungsprogramm.
In Naumburg weilten für kürzere oder längere Zeit bekannte Persönlichkeiten, so ist es Geburtsort des
Ägyptologen Richard Lepsius und "Altersruhesitz" von Max Klinger und des Althistorikers Kurt Wachsmuth. Auch der Philosoph Friedrich Nietzsche lebte zeitweilig in Naumburg. Kurzzeitig wohnten hier Martin Luther im Jahre 1521 auf seiner Reise zum Wormser Reichstag, König Gustav II. Adolf von Schweden, Kaiser Napoleon von Frankreich und Johann Wolfgang Goethe.  
Naumburg ist der ideale Ausgangspunkt für Erkundungstouren - zu Fuß, per Rad, im Boot , per Auto oder Eisenbahn - in die alte mitteldeutsche Kulturlandschaft der Täler von Saale und Unstrut. Darüber hinaus bieten sich Halb- bzw. Ganztagsausflüge an, in die Kulturstadt Weimar etwa oder in die alte Messestadt Leipzig. Auch die Universitätsstadt Halle, der Wörlitzer Park, das barocke Dresden sind von Naumburg aus bequem erreichbar.
Naumburg /Saale verfügt auch über eine sehr gute Verkehrsanbindung an die Autobahn (A9) und an diverse Bundestraßen zu den Ballungszentren Halle und Leipzig sowie den Leipziger Flughafen.