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Deutschland - Freizeit
Westerzgebirge / Sachsen

 

Die Preßnitztalbahn

Immer wenn ich zu Dieter (siehe auch hier) ins Westerzgebirge fahre und wir etwas unternehmen wollen, hat er Super-Ideen, wohin uns das Auto bringen soll. Manchmal fahren wir nur zu besonders schönen Ecken - und davon gibt es hier reichlich, ein anderes Mal zu einer Ausstellung oder in ein Museum. Und so war es auch, als wir im Mai 2006 zur Preßnitztalbahn fuhren. So wird die einst im Preßnitztal zwischen Wolkenstein und Jöhstadt verkehrende sächsische Schmalspurbahn bezeichnet, die heute zwischen Steinbach und Jöhstadt als Museumsbahn betrieben wird. Aber füe sie findet man auch den Begriff "Museumsbahn".
Die Bahn schlängelt sich von Steinbach über Schmalzgrube bis nach Jöhstadt im Kreis Annaberg. An besonderen Tagen, wie z.B. Ostern und Pfingsten, wird die Schmalspurbahn auch einmal von einer Dampflokomotive gezogen. Wer nicht mit der Bahn fahren, sondern sie sich nur ansehen möchte, kann die Bahnstrecke mit zahlreichen Haltemöglichkeiten bis zum Ortseingang Jöhstadt verfolgen. Dabei sollte man sich am besten immer an der Hauptstraße halten.

 

Schon bis dorthin war es eine sehr schöne Fahrt, durch beeindruckende Landschaften, an blühenden Rapsfeldern vorbei und das ganze bei Sonnenschein.
Wir zwei wollten uns aber die Bahn nicht nur ansehen, sondern mit ihr auch fahren. Das Auto irgendwo abzustellen, war nicht das Problem, denn in Jöhstadt z.B. sind am Markt zahlreiche Parkmöglichkeiten vorhanden.

  
 

Und diese Fahrt hat sich wirklich gelohnt. Es ging durch eine sehr schöne Landschaft und vorbei u.a.am Loreleifelsen und einem Besucherbergwerk aus der Zeit des Silberbergbaus. Da hatten wir uns manches genauer ansehen wollen! 

Diese Schmalspurbahn ist eng verknüpft mit der Geschichte dieser Gegend. Im Februar 1891 begannen die ersten Vorarbeiten der Bau der Strecke. Im Winter 1891/92 mussten die Bauarbeiten zwar unterbrochen werden, trotzdem gelang es, die Strecke bis Mai 1892 fertigzustellen.Vor ihrem Bau bestanden im Preßnitztal etwa 60 bis 70 von der Wasserkraft abhängige Betriebe, wie Mühlen, Sägewerke und Papiermühlen. Der An- und Abtransport der hergestellten Waren konnte zu dieser Zeit nur über steile Wege erfolgen, da auch noch keine Straße im Preßnitztal bestand. Nach dem Bau der Zschopautalbahn und der Flöhatalbahn besserte sich die verkehrliche Situation für das Preßnitztal, das grundsätzliche Problem für das Preßnitztal bestand aber weiterhin. 1869 wurde ein erstes Eisenbahnprojekt zur Erschließung des Preßnitztals vorgestellt, als eine zweigleisige Hauptbahn Chemnitz–Komotau–Prag durch das Preßnitztal führen sollte. Zugunsten der Strecke über Weipert wurde das Projekt aber nicht realisiert. Erst 1878 wurden in Sachsen die ersten Sekundärbahnen errichtet. Weitere in den 1880er Jahren an den sächsischen Landtag gerichtete Gesuche führten schließlich zum Erfolg und der Bau einer Bahn im Preßnitztal wurde genehmigt. Wie zu dieser Zeit in Sachsen üblich, wurde eine schmalpurige Bahn vorgesehen, die in Wolkenstein beginnen sollte.
Am 1. Juni 1892 wurde die Strecke mit einer Festveranstaltung eingeweiht, etwa ein Jahr später die Streckenverlängerung bis zur Landesgrenze in Betrieb genommen, welche jedoch nur für den Güterverkehr vorgesehen war.

Internetlinks                                                                            Bilder: © Dieter Winkler u. Monika Frunzke 
Pressnitztalbahn (u.a. mit Anfahrt)
Pressnitztalbahn (u.a.mit Geschichte)
                      

                                                                

 

 

 

 





 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                              

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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