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Deutschland - Freizeit Die Bahn schlängelt sich von Steinbach über Schmalzgrube bis nach Jöhstadt im Kreis Annaberg. An besonderen Tagen, wie z.B. Ostern und Pfingsten, wird die Schmalspurbahn auch einmal von einer Dampflokomotive gezogen. Wer nicht mit der Bahn fahren, sondern sie sich nur ansehen möchte, kann die Bahnstrecke mit zahlreichen Haltemöglichkeiten bis zum Ortseingang Jöhstadt verfolgen. Dabei sollte man sich am besten immer an der Hauptstraße halten.
Und diese Fahrt hat sich wirklich gelohnt. Es ging durch eine sehr schöne Landschaft und vorbei u.a.am Loreleifelsen und einem Besucherbergwerk aus der Zeit des Silberbergbaus. Da hatten wir uns manches genauer ansehen wollen! Diese Schmalspurbahn ist
eng verknüpft mit der Geschichte dieser Gegend. Im Februar 1891 begannen
die ersten Vorarbeiten der Bau der Strecke. Im Winter 1891/92 mussten die Bauarbeiten zwar
unterbrochen werden, trotzdem gelang es, die Strecke bis Mai 1892
fertigzustellen.Vor ihrem Bau bestanden im Preßnitztal etwa 60 bis 70 von
der Wasserkraft abhängige Betriebe, wie Mühlen, Sägewerke und Papiermühlen.
Der An- und Abtransport der hergestellten Waren konnte zu dieser Zeit nur über
steile Wege erfolgen, da auch noch keine Straße im
Preßnitztal bestand. Nach dem Bau der Zschopautalbahn und der Flöhatalbahn besserte sich die verkehrliche Situation für das Preßnitztal, das
grundsätzliche Problem für das Preßnitztal bestand aber weiterhin. 1869 wurde
ein erstes Eisenbahnprojekt zur Erschließung des Preßnitztals vorgestellt, als eine zweigleisige Hauptbahn Chemnitz–Komotau–Prag durch
das Preßnitztal führen sollte. Zugunsten der Strecke über Weipert wurde das
Projekt aber nicht realisiert. Erst 1878 wurden in Sachsen
die ersten Sekundärbahnen errichtet. Weitere in den 1880er Jahren an den sächsischen Landtag gerichtete Gesuche
führten schließlich zum Erfolg und der Bau einer Bahn im Preßnitztal wurde
genehmigt. Wie zu dieser Zeit in Sachsen üblich, wurde eine schmalpurige
Bahn vorgesehen, die in Wolkenstein beginnen
sollte. Internetlinks Bilder: © Dieter Winkler u. Monika Frunzke
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