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Deutschland - Freizeit
Das Raumfahrtmuseum in Morgenröthe-Rautenkranz


Morgenröthe-Rautenkranz - hinter diesem klangvollen Namen verbirgt sich ein staatlich anerkannter  romantisch gelegener Erholungsort mit etwa 1000 Einwohnern im  Naturpark Erzgebirge/Vogtland unmittelbar an der Grenze zu  Tschechien.
 Umgeben von dichten Wäldern fügen sich die typischen  Gebirgshäuschen der 4 Ortsteile Muldenhammer, Rautenkranz,  Morgenröthe und Sachsengrund harmonisch in die Talauen der  Zwickauer Mulde und der Großen Pyra ein. In dieser bezaubernden,  abwechslungsreichen  Berglandschaft  mit   ihrem  gesunden  Mittelgebirgsreizklima ist der Alltagsstress  schnell vergessen. Klare Bergbäche, gesunder Wald, blühende Bergwiesen, Hochmoore, einmalige historische Denkmaeler kann man hier genauso finden wie familienfreundlichen Urlaub, rustikale Gaststätten, Pensionen und Ferienwohnungen.
Der Ort beherbergt zahlreiche  kleinere Betriebe aus den Bereichen Handwerk und Dienstleistung, hier und in der Umgebung findet man Zeugnisse alter Handwerkerkunst wie Bauernmalerei, Akkordeonbau und erzgebirgische Stickerei. Natürlich kann man auch viel über das Leben der Vorfahren erfahren, z.B. über die Flößerei, den Bergbau und die einzige Eisenglockengießerei Sachsens.
Markierte Wanderwege führen vorbei an stillen Weihern über  blühende Bergwiesen durch den ältesten Fichtenbestand  Sachsens bis hinauf in die Kammregion mit ihren Hochmooren.
 Im Winter bieten gespurte Loipen und aufgefahrene  Winterwanderwege vielseitige Möglichkeiten für eine aktive  Erholung. Herrlich ist eine Pferdeschlittenfahrt durch den  märchenhaft verschneiten Wald.
 Einen besonderen Reiz bietet ein Urlaub natürlich auch in der  Adventszeit, wenn in alter Tradition die Fenster mit Nußknacker, Räuchermann, Bergmann, Engel und Schwippbögen festlich geschmückt sind.

 
Dass hier am 13.02.1937 der erste deutsche Kosmonaut, Dr. Siegmund Jähn, und der  weit bekannte Wetterfrosch Herr Kachelmann geboren wurden, macht diesen Ort  sicher noch attraktiver.
 1978 flog Siegmund Jähn mit dem russischen Kommandanten Waleri Bykowski mit  dem Raumschiff Sojus 31 zur Orbitalstation Salut 6 der damaligen Sowjetunion. Neun  Tage lang umkreisten die Kosmonauten die Erde, sieben davon waren ausgefüllt mit  wissenschaftlichen Experimenten. Am 3.September kehrte die Besatzung wohlbehalten zurück. 1983 promovierte Jähn am Potsdamer Zentralinstitut für Physik der Erde zum Dr.rer.nat. auf dem Gebiet der Fernerkundung der Erde. Seit 1990 ist er im russischen Kosmonautenausbildungszentrum als freier Berater für das Astronautenzentrum des DLR und seit 1993 auch für die ESA (European Space Agency) tätig. 1983 erschien sein Buch "Erlebnis Weltraum".

In den Herbstferien 2003 war ich in Schwarzenberg - und von hier aus kann man wunderschöne Ausflüge unternehmen. Im Erzgebirge gab es wieder allerhand zu sehen, z.B. konnte man sich einerseits an der wunderschönen Laubfärbung erfreuen - etwas, was mir das Herz aufgehen lässt-, andererseits vor allem in den Wäldern den ersten Schnee bestaunen. So sah das Oberbecken in Markersbach wie eine weiße Haube auf dem Berg aus. Trotz der Schönheit der Natur fuhren wir in das Raumfahrtmuseum  in Morgenröthe-Rautenkranz. Und dort wird man nicht enttäuscht.

Deutsche Raumfahrtaustellung in Morgenröthe-Rautenkranz:

 Am 26.8.1978 startete der erste deutsche Kosmonaut,  Dr. Sigmund Jähn, ins All.
 Ein Jahr darauf fand in seinem  
Geburtsort die Eröffnung einer  Ausstellung über diesen Flug statt, die  1991/92 zu einer gesamtdeutschen  Raumfahrtausstellung umgestaltet  wurde.
 Hier kann man nicht nur viele  technische Exponate  bestaunen,  sondern auch eine Reihe ganz anderer Dinge, die letztlich für einen Raumflug unerlässlich sind, z.B. die Bekleidung der Kosmonauten, ihr Essen und Trinken, sanitäre Dinge usw. Und an einigen Ausstellungsstücken wird darauf hingewiesen, dass es sich um Originale handelt (mit Echtheitszertifikat), so z. B. bei Raumfahrtanzügen.

                          

Mir hat es in diesem Museum sehr gut gefallen, denn ich erlebte hier zwei interessante, lehrreiche und abwechslungsreiche Stunden. Allerdings war ich mir mit anderen Museumsbesuchern auch in einem einig: Das Essen der Kosmonauten, das im Original ausgestellt ist, wirkt nicht unbedingt Appetit anregend. Aber man konnte auch erkennen, dass der Anblick dieser breiigen, in Folie eingeschweißten Masse, besonders aus den ersten Jahren der Raumfahrt, auch den Herstellern nicht gefiel, denn bei dem Essen aus der neueren Zeit waren zumindest die Bestandteile des Essens als Gemüse u.a. zu erkennen 
Und ich bin mir ganz sicher  -  I C H war bestimmt n i c h t das  letzte Mal in diesem  Museum.

4.Mai 2008  - Wir setzten unser Vorhaben in die Tat um, und waren wieder in Morgenroethe!

Schon die Fahrt von Schwarzenberg hierher war sehr schön: Sonne, frisches Grün, dazwischen die Farbenpracht der Blüten. In Morgenroethe selbst hat sich museumsmäßig einiges verändert. Es wurde ein neues Gebäude errichtet, in dem nun z.B. auch die Trainingsstation der "Mir" Platz gefunden hat. Diese kann man nicht nur von außen besichtigen, sondern auch betreten.

           

Eine Fülle von Informationen über die weltweiten Aktivitäten im All, über Bodentationen, Weltraumstationen, Astronauten und deren Bekleidung... erwarten den Besucher - und es ist alles wirklich ansehenswert. Nach wie vor können wir dieses Museum nur empfehlen.

Übrigens: Das Museum hat Dienstag bis Sonntag von 10 - 17 Uhr geöffnet.   Tel.: 037465/2538  

mehr zu S. Jähns Geburtsort und dem Raumfahrt-Museum  hier