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Deutschland - Freizeit
Erzgebirge / Schlema


Am 18. September 2004 war ich wieder im Erzgebirge, aber dieses Mal fuhren wir einmal in eine ganz andere Gegend, nach Schlema, denn dort fand an diesem Wochenende das traditionelle internationale Blasmusikfest statt. Schlema ist eine Gemeinde im sächsischen Landkreis Aue-Schwarzenberg. Hier wohnen auf einer Fläche von 15,3 km² etwa 5700 Einwohner. Der Ort entwickelt den Tourismus insbesondere im Wellness- und Gesundheitsbereich. Durch ihn führt die Silberstraße.
Ein halbes Jahrhundert nach Abriß des alten Radiumbades ist Schlema seit 1998 wieder Kurort. Dass die Schlemaer Heilwässer Wirkung zeigen, hat die Vergangenheit bewiesen. Während der Blüte des einst weltberühmten Radiumbades Oberschlema lockte der gute Ruf viele Kranke zum Kurbaden in das Erzgebirge
  Nach erstmaliger urkundlicher Erwähnung im Jahre 1393 wurde Schlema (damals Sleme genannt) von fränkischen und thüringischen Bauern besiedelt. Später kamen Bergleute aus dem Harz dazu. Der Bergbau blieb für die Gemeinde und seine Bewohner bestimmend, damals vorwiegend der Eisen- und Kupferbergbau.
Seine Blütezeit erlangte Schlema jedoch erst in den Jahren 1918 bis 1946, als der Ort zum weltbekannten Radiumbad Oberschlema  aufstieg. Nach dem II. Weltkrieg wurde Schlema durch den Bergbau stark geprägt und erreichte Mitte der 60iger Jahre seinen Höhepunkt. Über die Hälfte des Territoriums Schlema wurde dem Bergbau geopfert. Erst mit Beginn 1990 wurden im Zuge der Sanierung umfangreiche Renaturisierungsmaßnahmen volbracht. Die Bergbaufolgelandschaft erlangte wieder Leben, die Infrastruktur wurde hergestellt, der Beginn einer Renaturisierung beschleunigt.

In Schlema angekommen, suchten wir erst einmal einen Parkplatz, denn diese Veranstaltung hatte wohl viele Besucher angezogen. Dann wollten wir uns ein Stündchen in dem Riesenzelt die Musik anhören - aber 9 € Eintritt für eine Stunde? Da setzten wir uns lieber ein paar Meter weg und konnten neben einem Kaffee der Musik lauschen.                                                                      

                  

Die Fahrt zurück durch einen Teil des Erzgebirges war wunderschön: Sonnenschein und eine einzigartige Sicht. War das schön und beindruckend! Wie konnten uns gar nicht sattsehen.

                    

Aber wir hatten langsam Hunger bekommen, fuhren noch in die "Hirtbrück", um etwas zu essen - und dann dauerte es auch nicht mehr lange - und ich war auf der Autobahn in Richtung Görlitz. Dieser schöne Tag war viel zu schnell vergangen.
                                                                                                                     
Bilder: © Monika Frunzke