Deutschland - Freizeit
Schwedt / Oder
Schwedt ist eine Stadt in Brandenburg (Landkreis Uckermark), die
Stadt liegt an der Oder
(Hafen), südwestlich von Stettin. Sie steht auf 76 qkm, in Schwedt leben jetzt
etwa 42 800 Einwohner.
An Industrie findet man hier eine Papierfabrik,
Bauindustrie; Erdölraffinerie und -verarbeitung, den Endpunkt der "Pipeline der
Freundschaft" aus Russland und außerdem eine Pipeline vom Ölhafen Rostock-Petersdorf.
Die älteste Urkunde, die Schwedt als Stadt bezeichnet,
stammt aus dem Jahre 1265. Die Lage an dem einzigen Oderübergang zwischen
Stettin und Oderberg und der Schutz der pommerschen Verwaltung begünstigten die
Ansiedlung von Händlern, Handwerkern und Ackerbürgern.
Jahrhundertelang
zogen Ritter und Söldner durch die Uckermark, wechselte der Besitz einzelner
Orte und Landschaftsteile zwischen Brandenburgern und Pommern. Erst Ende des 15.
Jahrhunderts kam Schwedt endgültig zu Brandenburg. Von
1689-1788 war hier der Sitz der Markgrafen von Brandenburg-Schwedt.
Die Stadt liegt am Rande des
Nationalparks Unteres Odertal, einer der letzten naturnahen Fluss-Auenlandschaften
Europas mit einer reichen Flora und Fauna.
Die Uckermärkischen Bühnen mit
eigenem Theaterensemble und mehreren Veranstaltungshäusern, eine Kunstgalerie
und die Musik- und Kunstschule vermitteln neben anderen Kultureinrichtungen ein
vielfältiges Kulturleben. Wassersport- zentren und sonstige
Freizeiteinrichtungen bieten einen breiten Rahmen für Erholung und
Fitness. Über den nahegelegenen
Grenzübergang ist auch ein Ausflug nach Polen sehr gut möglich.
Das Oder-Center und mehrere Einkaufspassagen machen die Stadt zu
einem überregionalen Einkaufsmagneten. Nicht nur das über die Grenzen der
Region hinaus bekannte Oder-Center, sondern auch die Einkaufszentren und
-passagen in den verschiedenen Wohngebieten sowie die Fachmärkte halten ein
breites Angebot an Waren bereit. Die Altstadt wurde zu einer richtigen
Erlebniszone umgestaltet und lädt zum Bummeln und Verweilen ein.
Beim
Bummel in der Altstadt trifft man auf die Sehenswürdigkeiten des
historischen Stadtkerns. Es sind nur noch wenige Baudenkmale der über
700jährigen Geschichte vorhanden, da Schwedt am Ende des Zweiten Weltkrieges zu
80 % zerstört wurde. Im Rahmen einer Altstadtsanierung
werden die historischen
Gebäude harmonisch in neu Entstandenes eingebettet.
Zu den Sehenswürdigkeiten
gehören z.B. der Pavillon, ein Backsteinbau auf ovalem Grundriß mit Kuppeldach.
Er wurde 1776 - 79 nach dem Entwurf von
George Wilhelm Berlischky als Kirche der Französisch-Reformierten Gemeinde und
Begräbnisstätte der Markgrafen von Brandenburg-Schwedt errichtet. 1980/84 wurde
er zu einer Konzerthalle umgebaut.
Die
Katholische Kirche St. Mariä Himmelfahrt auf der
Vierradener Straße, 1895/98 nach Entwürfen von Max Hasak in historisierenden
Formen erbaut, ist ein kreuzförmiger Backsteinbau mit Polygonalchor.
Ansehenswert
auch das Vorwerk Criewen, bestehend aus dem ehemaligem Gutsverwalterhaus,
einem
zweigeschossigen Putzbau mit übergiebeltem Mittelrisalit, der
Eingangsvorlaube und
Balkon, Glockentürmchen und Krüppelwalmdach.
Bei schönem Wetter locken naturlich
auch die verschiedenen Parkanlagen zum Erholen ein. Dazu
gehören die Parkanlage Schlossgarten ( ehemalige barocke Gartenanlage, um
gab ursprünglich das barocke
Residenzschloss der Markgrafen von Brandenburg-Schwedt, jetzt Park hinter den
Uckermärkischen Bühnen), der Park Heinrichslust (nordöstlich der Stadt, Lustwäldchen mit
sternförmig angelegten Wegen, um 1777 vom letzten Schwedter Markgrafen Friedrich
Heinrich angelegt, Gedenkstein König Gustav II., Adolf von Wasa, Findling mit
Bronzerelief) und der Park Monplaisir (nordwestlich der Stadt, mit ehemaligen, nach Entwürfen
von George Wilhelm Berlischky 1778–1780 errichtetem Lust- und Jagdschloss).