Deutschland - Freizeit
Kreis Wesel /
Nordrhein-Westfalen

Der Kreis Wesel (KfZ-Kennzeichen WES) befindet sich im westlichen
Nordrhein-Westfalen und gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf. Seine Fläche
beträgt 1042 km², auf der 476200 Menschen leben. In der Kreisstadt Wesel, die dem
Kreis seinen Namen gegeben hat, leben 61953 Einwohner.
Der Kreis Wesel mit seinen 13 Städten und Gemeinden liegt im Einflussbereich
der Entwicklung der Rheinschiene und des Ruhrgebietes. Mit 45 linksrheinischen
und 30 rechtsrheinischen Uferkilometern hat der Kreis den größten Anteil am
Rhein in Nordrhein-Westfalen. Die unmittelbare Nähe des Kreises zum Ruhrgebiet
sowie die Lage beiderseits des Rheins machen den Wirtschaftsraum Wesel zu einem
günstigen Wirtschaftsstandort mit einer gut ausgebauten Infrastruktur. Aufgrund
seiner geografischen Lage fungiert der Kreis Wesel als Bindeglied zwischen den
Ballungsräumen an Rhein und Ruhr sowie den niederländischen und belgischen
Industriegebieten.
Der Kreis Wesel ist zudem Teil des landschaftlich reizvollen Niederrheins und
damit ein gut besuchtes Naherholungsgebiet. Besonders beliebt sind der
Bönninghardt, ein teilweise bewaldeter Höhenzug, der Staatsforst die
Leucht, Teile des Naturparks Hohe Mark, der Dämmerwald sowie
zahlreiche weitere schöne Natur- und Landschaftsgebiete. Nicht zu vergessen sind das älteste deutsche Zisterzienser-Kloster in Kamp und der
Archäologische Park in Xanten.
Schon kleinen Kindern ist die Stadt bekannt durch die beliebte Echofrage
‚Wer ist der Bürgermeister von Wesel?’ Außer diesem Spruch hat die Hansestadt
noch viel mehr zu bieten.
Sehenswürdigkeiten der Stadt Wesel
sind u.a.
Der Willibrordi Dom
Der Willibrordi-Dom ist die ehemalige,
alte Weseler Stadtkirche. Sie wurde in ihrem
heutigen Erscheinungsbild zwischen 1501 und 1540 als spätgotische Basilika mit
fünf Kirchenschiffen erbaut. Der Turm wurde in den Jahren 1477 und 1478
errichtet.
Vor der Reformation standen in der Kirche 38 Altäre der Bruderschaften und
Gilden. Die Hansestadt Wesel war der Hauptort des Herzogtums Kleve. 1540 trat
die Stadt der Reformation bei. Von 1883 bis 1896 wurde die Kirche mit Hilfe des preußischen Herrscherhauses
vollständig renoviert. Erst damals wurde der geplante Chorumgang ausgeführt.
Über den Eingangsportalen erinnern an diese Zeit die Standbilder des Großen
Kurfürsten und Kaiser Wilhelms I. Durch die alliierten Bombenangriffe 1945 auf Wesel wurde auch der
Willibrordi-Dom erheblich zerstört. Mit dem Wiederaufbau wurde 1947 begonnen. Dieser geschah im
Rückgriff auf die spätmittelalterliche Ausführung durch die eigene
Dombauhütte. Mit der Aufbringung des Chor-Reiters wurde der Wiederaufbau 1994
abgeschlossen.
Bei einem Rundgang durch den Dom besonders beachtenswert:
Das Große Westfenster im Turm, farbig gestaltet nach einem Entwurf von
Professor Vinzent Pieper. Die Neue Orgel wurde im Hohen Chor errichtet und im
Herbst 2000 mit zunächst 51 ( später 56 Registern ) fertiggestellt. Erbaut wurde
die Orgel von der Firma Marcussen & Sohn, Aabenraa / Dänemark. Die Heresbachkapelle, abgetrennt durch schmiedeeiserne Gitter von Kurt-Wolf
von Borries, Köln. In der Kappelle zu sehen ist ein untergehängtes
Rippengewölbe, ein Höhepunkt der spätgotischen Steinmetzarbeit in Deutschland. Ein zweites herausragendes Gewölbe ist in der Alyschlägerkapelle neben
dem Nordportal zu finden.
Im Willibrordi-Dom sind etwa 50 Grabsteine zu finden, die jetzt an den Wänden
angebracht sind. Sie erinnern daran, daß der Innenraum für Jahrhunderte auch
Begräbnisplatz war.
Beliebte
Freizeitgestaltung ist bei Alt und Jung in zunehmendem
Maße das Paddeln auf der Lippe.