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 Totensonntag

 

Festtage - Himmelfahrt   

                                         


Totensonntag, Allerheiligen, Allerseelen
 

Diese drei Festtage sind eng miteinander verbunden.

Im Laufe der Geschichte hat der letzte Sonntag des Kirchenjahres unterschiedliche Namen getragen: Totensonntag, Ewigkeitssonntag, Sonntag vom jüngsten Gericht, Christkönigsfest und auch Letzter Sonntag des Kirchenjahres.

Der Totensonntag wird seit 1816 begangen. König Friedrich Wilhelm III. von Preußen ordnete in diesem Jahr an, jährlich den letzten Sonntag des Kirchenjahres als allgemeinen Feiertag zur Erinnerung an die Verstorbenen zu begehen. Dieser Feiertag wurde schnell von anderen Landeskirchen übernommen. Es ist ein evangelischer Totengedenktag am letzten Sonntag des Kirchenjahrs (Das Kirchenjahr beginnt mit dem 1. Advent und endet mit dem Totensonntag.), später Ewigkeitssonntag genannt.
In ihm kommt offensichtlich ein tiefes menschliches Bedürfnis zum Ausdruck, denn a
m Totensonntag ist es üblich, Friedhöfe zu besuchen und dabei die Gräber zu schmücken. So wird an diesem Gedenktag der Entschlafenen gedacht, aber auch auf die Auferstehung der Toten hingewiesen

Der Totensonntag ist in gewisser Weise das evangelische Gegenstück zur Feier von Allerseelen. Das ist ein katholischer Gedächtnistag für alle Verstorbenen, eingeführt von Abt Odilo von Cluny um 995.

An diesem Tag gedenkt die Kirche der Verstorbenen. Sie tut dies auf dem Hintergrund und in enger zeitlicher und inhaltlicher Verbundenheit mit dem Allerheiligenfest, einem an die Auferstehung und ewiges Leben erinnernden Fest. An Allerheiligen und Allerseelen besuchen die Christen ihre Gräber, schmücken sie und zünden Lichter (Zeichen des Lebens, der Hoffnung) an. Besonders gedenkt die Volksfrömmigkeit in diesen Tagen der Verstorbenen, der "armen Seelen", die noch im Fegefeuer sind und dort von ihren Unvollkommenheiten und von Schuld gereinigt, geläutert werden.

                                                                                                                           Bild: © Monika Frunzke