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 Weihnachten

 

Festtage - Advent

                                         

Weihnachten
(Feiertag seit 813)

Weihnachten - das Fest zu Ehren von Christi Geburt - wird alljährlich
am 25. Dezember begangen, obwohl das Geburtsdatum von Christus unbekannt ist. Leben und Leiden Jesu sind nur durch wenige historische Quellen belegt. Was darin über die Lebensgeschichte Jesu aufgezeichnet wird; ist eine Mischung aus Realität und Legende, die vor allem als Glaubensbekenntnis betrachtet werden muss.
Bereits mit Jesu Geburt sind mystische Vorstellungen verknüpft. Seiner Mutter, der Jungfrau Maria, wird vom Engel Gabriel die Geburt eines Sohnes angekündigt, den sie durch den Heiligen Geist empfangen wird und den sie Jesus nennen soll. Jesus wird um 4 vor Christi in Bethlehem als Sohn des jüdischen Zimmermanns Josef und seiner Frau Maria geboren.
Bekannt ist aus der europäischen Frühgeschichte jedoch, dass jener 25. Dezember der Tag war, an dem dem Sonnengott ("Sol invictus", lateinisch: unbesiegte Sonne) gehuldigt wurde. Im übertragenen Sinne war damit der römische Kaiser gemeint.

Der römisch-christlichen Kirche, besonders dem Gegenpapst Hippolytus (um 217), war es daran gelegen, solche heidnischen Feste zu unterbinden. So wurde kurzerhand der 25. Dezember als Tag der Geburt von Gottes Sohn etabliert. Schon im Jahre 354 wurde Weihnachten in Rom feierlich begangen.

Im deutschen Sprachraum wurde das Fest ab 813 zum kirchlichen Feiertag. Über den kirchlichen Rahmen hinaus, wurde Weihnachten dann ab dem 14. Jahrhundert bekannt.

Der Weihnachtsbaum als Symbol für das Weihnachtsfest wird erstmals Anfang 1600 urkundlich erwähnt. Der Lichterschmuck wird erstmals 1734 erwähnt. In einzelnen Gegenden Deutschlands gibt es aber inzwischen neben diesem Baum anderen typischen Weihnachtsschmuck. So ist z.B. für das Erzgebirge seit vielen Jahren der Schwibbogen typisch.

Bis jetzt hat man herausgefunden, dass wohl schon im Jahre 1730 einmal ein Schwibbogen erwähnt wurde. Der bis jetzt älteste und noch erhaltene Schwibbogen stammt aus dem Jahre 1740, wurde später übermalt, sodass man erst bei einer Restauration kürzlich das eigentliche Datum fand. Bis vor
ca. 65 Jahren gab es den Schwibbogen fast ausschließlich im Gebiet von Johanngeorgenstadt. Danach fand er weite Verbreitung.                                (Information zum Schwibbogen: Dieter Winkler)

Der Brauch, dem eigentlichen Weihnachtsfest am 24. Dezember die Bescherung, vorzuschalten, ist jüngeren Datums. Heutzutage ist das bei vielen fast wichtigsten Teil der Feiertage,Der Brauch, dem eigentlichen Weihnachtsfest am 24. Dezember die Bescherung, jenen heutzutage fast wichtigsten Teil der Feiertage, vorzuschalten, ist jüngeren Datums. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde im Morgengrauen des 25. Dezembers, nach der Rückkehr von der Christmette, beschert.
Mit dem heutigen Gebaren des ausgiebigen Essens und Trinkens mit nachfolgender Bescherung, dem sich - bestenfalls - noch ein Besuch der Mitternachtsmette und dem Ausschlafen am ersten Weihnachtsfeiertag anschließt, hat das wenig zu tun
.

Der Weihnachtsmann ist ein witeres Symbol des Weihnachtsfestes. In der ganzen Welt kennen ihn die Menschen als Father Christmas, Père Noel, Santa Claus oder Nikolaus. Aber ganz gleich, wie er auch genannt wird, über eines sind sich alle Kinder einig: Er ist pausbäckig, trägt einen roten Mantel, hat einen langen, weißen Bart und rosige Wangen.
Die Legende vom Nikolaus ist dabei bereits viele Jahrhunderte alt: Im 4. Jh. nach Christus war in Myra (heutige Türkei der Bischof Nikolaus dafür bekannt, Kindern zu helfen. 200 Jahre nach seinem Tod wurde er zum Heiligen erklärt. Im 12. Jh. entstand in Frankreich die Tradition, Kinder armer Familien am Abend des Todestages von St. Nikolaus, also am 5. Dezember, zu beschenken. In Deutschland wurde St. Nikolaus hingegen als Weihnachtsmann bekannt und die Protestanten bestanden darauf, die Geschenke erst zur Weihnachtszeit zu verteilen. Ursprünglich gab es eine Vielzahl unterschiedlicher Vorstellungen von Santa Claus.
Erst 1931beauftragte die Coca-Cola Company den schwedischen Zeichner Haddon Sundblom mit der Gestaltung eines modernen Weihnachtmannes.

Die in vielfachen Varianten bekannte figürliche Darstellung des Weihnachtsgeschehens mit dem in der Krippe liegenden Jesuskind hat seinen Ursprung im Mittelalter. Schon in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt gab es Krippenspiele, die dann aber in Vergessenheit gerieten. Franz von Assisi war es, der am 24.12.1223 in der Nähe von Rom eine Weihnachtsmesse las, bei der er als Symbol für die Geburt Christi erstmals wieder einen Stall mit Holzfiguren aufbaute. Die Tradition des Aufführens von Krippenspielen geht auf den Brauch zurück, in Europa zu Weihnachten Theater- und Schaustücke aufzuführen. Während wir uns bei unseren heutigen Krippendarstellungen meist auf die Geburt Christi beschränken, wurde früher das gesamte Leben und Leiden von Jesus dargestellt. Ihre Blütezeit erlebte die Krippenkunst im 18 Jh. Die berühmteste Krippe mit 4000 Figuren ist im Brixener Museum zu bewundern.

Im Mittelpunkt des weihnachtlichen Schmuckes steht heute in fast allen Ländern der Weihnachtsbaum. Eine Sitte, die sich erst in den letzten 400 Jahren von den westeuropäischen Ländern aus über die ganze Welt verbreitet hat. Zwar gibt es frühe Berichte aus dem 15. Jahrhundert, die von mit Lichtern geschmückten Bäumen zu Weihnachten berichten, doch handelte es sich dabei um Buchsbäume und Stechpalmen, die geschmückt von der Decke hingen. Zum Beginn des 17. Jahrhunderts ging der Trend hin zum Tannenbaum für die Wohnung. Das Christentum benutzte die Sehnsucht des Menschen nach Grün, sprich nach Leben und Licht, um auf Christus und die Überwindung des Todes aufmerksam zu machen. Der immergrüne Weihnachtsbaum und das Licht sind darum auch in der heutigen Weihnachtszeit die wichtigsten Symbolträger der Hoffnung - auf die Erlösung der Welt und den nahenden Frühling.

Wenn ihr euch für Weihnachten interessiert - hier ist ein sehr guter Link:  Weihnachten