Görlitz
Görlitz, die Stadt der Türme und die östlichste Stadt Deutschlands,
liegt auf dem 15. Meridian
Das
war das Görlitzer Altstadtfest
vom 27. - 29. August 2004
Das Görlitzer Altstadtfest hat
Tradition, neu ist wohl, dass es schon auf dem Fest-Plakat
als Fest für Görlitz/Zgorzelec ausgeschrieben wurde. Aus
diesem Grund wurde auch die
unterhalb der Peterskirche neu errichtete
Fußgängerbrücke
während dieser 3 Tage geöffnet. Fertiggestellt und
offiziell
übergeben wird sie erst in ein paar Wochen. Aber so konnten
sich
die Menschenmassen
unkompliziert in den anderen Stadtteil begeben.
Und
Menschenmassen ist für die vielen Besucher bestimmt der
richtige Ausdruck. Jung und Alt, Gäste und Einheimiische
... man hatte wie im Vorjahr auf beiden Seiten der Neiße
mitunter Mühe, sich durch die Gassen und über die Plätze
zu schlängeln.

Der Obermarkt war
wie jedes Jahr dem Händlertreiben, u.a. mit vielen verschiedenen kulinarischen
Leckereien und zünftigen Gerichten, vorbehalten. Auf der Brüderstraße begann dann die Reise in
vergangene Zeiten. Ausgesuchte historische Händler boten vom Untermarkt bis zum
Waidhausplatz ihre qualitativ hochwertigen Waren feil und lassen Görlitz erneut
im Glanze der einstigen Handelsstadt an der via regia erstrahlen.
Spielluden, Gaukler, alte Handwerkskunst und herumfahrendes Volk in anmutender
Kostümierung waren in der Stadt, um das Volk in das Mittelalter zu versetzen,
aber auch, es zu
erheitern und zu verführen. Was ich in diesem Jahr vermisst habe, waren z.B.
die herumziehenden Musiker.

Auf deutscher Seite gab es diesmal drei
Bühnen, zwei historische Bühnen - Untermarkt und
Waidhausplatz- und eine bei der "Vierradenmühle". Vor der Bühne auf
dem Untermarkt hatten sich viele Zuschauer versammelt und
lauschten der mittelalterlichen Musik. Vor dem Waidhaus
war die Bühne leider leer, als ich da war,denn die Schauspieler hatten
ihre verdiente Pause. Und an der Neiße wurde musiziert, aber
Stimmung kam da kaum auf.

Für
Kinder gab es auch etwas - und so konnte man auch , so
wie im Vorjahr, viele farbenfrohe Gesichter entdecken, wie
hier bei unserer Susan. Aber etwas mehr an Unterhaltung
oder Beschäftigung hätte ich mir für die Konder schon gewünscht.

Insgesamt
gesehen war es ganz sicher wieder ein sehr gelungenes Fest, und
man kann nur allen Akteuren für ihr Hiersein und ihre
Arbeit danken. Und das auch dem Wetter-Gott, der dafür sorgte,
dass der Regen fast ausschließlich außerhalb der Veranstaltungszeiten
fiel.
Hoffen
wir, dass das Altstadtfest auch im nächsten Jahr stattfinden
wird und nicht den finanziellen Zwängen, unter denen die
Stadt Görlitz steht, auch noch zum Opfer fällt.