|
Görlitz
Wanderung
auf die Landeskrone Der Basaltkegel vulkanischen Ursprungs, entstanden vor ca. 30 Millionen Jahren, trug einen slawischen Rundwall, in dem Bewohner umliegender Siedlungen im Fall von Bedrohung eine Zuflucht fanden. Später wurde auf den Resten des alten Walls eine deutsche Burg errichtet. Aus Furcht vor räuberischen Angriffen auf Görlitz kaufte die Stadt 1440 den Berg und ließ die alte Burganlage auf Veranlassung des Lausitzer Sechsstädtebundes schleifen. Verschiedene, gut ausgeschilderte Wanderwege unterschiedlichen Anstiegs, an denen mehrere Informationstafeln auf geologische und botanische Besonderheiten hinweisen, führen hinauf bis zum Berggasthof, der den Wanderer mit gediegener Gastronomie für die Mühen des Aufstiegs entschädigt. Bei schönem Wetter kann man auch gut im Freien sitzen. Wer schlecht zu Fuß ist, kann auch mit der "Bergbahn" fahren, sollte sich aber rechtzeitig nach den Abfahrtszeiten erkundigen - die Abfahrtsstelle ist unweit der Straßenbahnhaltestelle und somit auch für jeden gut erreichbar. Der Blick vom Aussichtsturm entschädigt bei guter Sicht für alle Mühen: Er ermöglicht eine malerische Sicht auf Görlitz und Erhebungen des Lausitzer Berglands, der Königshainer Berge oder des Zittauer Gebirges. Bei guter Femsicht kann man hinter dem Zittauer Gebirge sogar den Jested (Jeschken) in der Nähe des tschechischen Liberec (Reichenberg) erkennen, mit 1012 Metern Höhe höchster Berg des Lausitzer Gebirges. In diesem Fall sind meist auch Erhebungen des Iser- oder Riesengebirges zu sehen. Insgesamt erlebt man hier einen unvergesslichen Blick auf Görlitz mit seinen vielen Türmen und die sehr schöne Gegend, in der die Stadt liegt. Die Landeskrone gab einem bekannten Görlitzer Erzeugnis ihren Namen: dem Landskron-Bier, das vielerorts (und natürlich auch von den Görlitzern) sehr gern getrunken wird.
|
|