Görlitz
Görlitz, die Stadt der Türme und die östlichste Stadt Deutschlands,
liegt auf dem 15. Meridian
Tag der offenen
Sanierungstür 2004
(Textauszug aus: "SZ" vom
21.06.04)
Görlitzer Türme" - unter diesem Motto stand der bereits zum neunten Mal
in Görlitz veranstaltete Tag der offenen Sanierungstür am Sonntag.
Dutzende Menschen standen bereits kurz nach der Eröffnung um 10 Uhr Schlange,
um vom Dicken Turm einen Blick über die Stadt zu werfen.

Der
Dicke Turm und ein Blick von Ihm in Richtung "Karstadt"
und in Richtung Peterskirche

Über
die Zukunft des Turmes wollen die Besucher etwas wissen. Aber
Roland Siebenhaar, Sachbearbeiter im Sachgebiet Hochbau, kann nur die
Schulern zucken: Ein konkretes Nutzungskonzept für den Turm gebe es noch
immer nicht. Fest stehe, dass es nur zur Vermarktung für touristische Zwecke
genutzt
werden soll. Mögliche Varianten sind, den Turm zukünftig in
Stadtführungen einzubeziehen oder zu verpachten. Doch nicht nur der Dicke,
auch Reichenbacher Turm, Rathaus- und Nikolaiturm sowie die Türme einiger
Kirchen waren geöffnet.

Blick vom Rathausturm
in Richtung Peterskirche (links) und in Richtung Neiße
(rechts) Hier sieht man im Hintergrund
einen
Teil der Stadt auf polnischer Seite
Blick
vom Turm der Lutherkirche über die Stadt
Die
hier veröffentlichten Privatbilder wurden mir von Herrn
Thomas Jeschke zur Verfügung gestellt,
dem ich dafür
herzlich danke.
Wunderschöne Terrasse auf der Hofseite
entdeckt
Aber auch die zahlreichen Privathäuser finden reges Interesse.
Am Haus Neißstraße 25 ist der Baufortschritt deutlich erkennbar. So hat die
Wohnung im ersten Stock zur Hofseite eine wunderschöne geräumige Terrasse
erhalten. Auf dem Hof finden sich staunende Besucher: "Meine Frau und ich
waren schon oft hier unterwegs, aber im Hinterhof noch nie," schwärmt Manfred
Rademacher aus Rauschwalde.
Schöne Höfe finden sich auch, wenn man den
Bereich innerhalb der alten Stadtmauern gen Nikolaivorstadt verlässt. Ein
eindrucksvolles Beispiel ist der Nikolaigraben 9. "Es ist immer wieder
erstaunlich, was man im Hinterhof so alles vorfindet", freut sich eine ältere
Besucherin. Das zwischen 2000 und 2002 restaurierte Dreifamilienhaus hat
einen sehr großen Garten mit viel Wiese und zwei alten Apfelbäumen.
Soweit ist Rolf Wiedemann noch nicht. Der Wiesbadener hat die
Stadt kurz nach der Wende kennen und lieben gelernt. Seit 1995 wohnt er in
Görlitz und im vergangenen Jahr kaufte er das Haus Lunitz 21. Jetzt hat er
vor, das einstige Fünffamilienhaus zum Einfamilienhaus umzubauen.
Hüller informiert über den Sinn der neuen Brücke
Nebenan, im
Haus Lunitz 18, sind schon klarere Konturen erkennbar. Hier wird ein
Vierfamilienhaus saniert. Bernd und Eveline Müller aus Rauschwalde sind bis
ins Dachgeschoss vorgedrungen: "Das Interessanteste ist jedes Mal, von
den
Dächern aus ungewohnte Blicke über die Stadt zu erhaschen und zu sehen, was
sich in den Jahren so entwickelt hat", berichten beide.
Einen Einblick
anderer Art gibt es an der Altstadtbrücke.
Dietrich Hüller,
für die
Stadtverwaltung als Bauüberwacher tätig, informiert über den Baufortschritt
und hat alle Mühe, Bürger, die vom Bau der Altstadtbrücke noch immer nichts
halten, über Sinn und Finanzierung des Bauwerkes zu unterrichten.
Mit der
offiziellen Eröffnung rechnet Hüller Anfang
Oktober.
Zum
Zeitungsartikel der "SZ"; http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=616553