Heilkräuter

Arnika
Arnika, auch Bergwohlverleih genannt,
wächst vorwiegend in den
Bergen. Sie kommt besonders in Mittel-, Ost- und Südeuropavor. Im Hochschwarzwald und den Vogesen gibt es einige Stellen, in
denen diese Pflanze reichlich vorkommt und die Wiesen leuchtend gelborange überzieht.
Die 60cm hohe, aromatisch riechende, drüsigbehaarte Arnikapflanze aus der
Familie der Korbblütler, besitzt einen einfachen oder wenig verästelten,
aufrechten Stengel. Die gestielten, eiförmigen, ganzrandigen 6-15cm langen
Grundblätter bilden eine eiförmige Rosette und besitzen 5-7 unterseits
hervortretende Längsnerven. Die sitzenden Stengelblätter sind gegenständig,
lanzettförmig und kleiner als die Grundblätter. Die dottergelben, endständigen
Blütenköpfe sind 5-8 cm breit und stehen einzeln oder zu dritt, seltener zu
mehreren. Die Blütezeit ist Mai - August.
Die Arnika ist eine starke Pflanze, die hauptsächlich äußerlich als Tinktur
eingesetzt wird.
Achtung:
Die Pflanze ist
geschützt und darf nicht gesammelt werden!
Inhaltsstoffe:
ätherisches Öl, Bitterstoffe, Flavone, Procyanidine, Helenalin
Sammelzeit:
Juli
/ August
Verwendung
/ Heilwirkung:
Die Droge wirkt bei äußerlicher Anwendung Bakterien- und Pilzwachstum hemmend,
gegen
Entzündungen, schmerzstillend bei Entzündungsschmerzen und bei
inneren Blutungen und entzündliche Absonderungen:Blutergüsse, Gelenkentzündungen, Rheuma,
Krampfadern, Quetschungen, Mundschleimhautentzündung, Neuralgien,
Rachenentzündung, Venenentzündung, Verstauchungen, schlecht heilende Wunden,
Zahnfleischentzündungen, Zerrungen, Herzbeschwerden
Achtung!
Arnika ist so scharf, dass sie in vielen Fällen am besten
verdünnt angewendet wird.
Bei innerlicher Anwendung größerer Mengen des Tees sind toxische (giftige)
Wirkungen der Sesquiterpenlactone zu erwarten: Schweißausbrüche, Magen-Darm-Entzündung, stark beschleunigte
Herztätigkeit, Dispnoe, Kollaps. Von der inneren Anwendung wird deshalb
grundsätzlich abgeraten.
Bei äußerer Anwendung kann die unverdünnte Tinktur auf
der Haut Rötung und Ekzeme mit Bläschenbildung hervorrufen. Nach
wiederholter Anwendung muß mit einer allergen bedingten Kontaktdermatitis
gerechnet werden.
Für die, die sie vertragen, ist sie jedoch ein starkwirkendes Mittel bei
Verletzungen aller Art
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