Heilkräuter
Königskerze
(bekannt
auch als Wollblume)
Die
Königskerze gehört zur Gattung der Rachenblütler. Es ist
eine
bis 2 m hohe, filzige oder wollige Pflanze mit großen endständigen
Blütentrauben. Bis auf die Violette Königskerze sind die
deutschen Arten gelb- oder weißblühend. Die gelben Blüten der Großblütigen
Königskerze und der Filzigen Königskerze werden getrocknet (Wollblumen) und vorrangig
als Hustenmittel verwendet.
Die Königskerzen
sind eine Pflanzengattung,
die zur Familie der Braunwurzgewächse gehört. Es
handelt sich hierbei um eine sehr artenreiche Gattung mit weltweit etwa 360
Arten. Wie viele andere Heilpflanzen hat die Königskerze zahlreiche Namen. Man
nennt sie auch: Winterblom, Unholdskerze, Himmelsbrand, Wollkraut, Wetterkerze,
Donner- und Blitzkerze.
Die
Königskerze sieht genauso aus, wie sie heisst. Majestetisch wächst sie
kerzengrade bis zu 2 m nach oben und blüht auf einem Großteil ihrer Höhe mit
leuchtendgelben runden Blüten.
Die Großblumige Königskerze
ist eine zweijährige, bis zu 3 m hoch wachsende Pflanze mit großen, grauweißen
Rosettenblättern. Die bis zu 5 cm großen, hellgelben Blüten sitzen in einer
langen, ährenartiger Traube.
Die Königskerze ist
zweijährig. Sie bevorzugt trockene,
sonnige Stellen und wächst in fast ganz Europa, aber auch in Nord-Afrika und ist an Bahndämmen, Kahlschlägen
und in Kiesgruben zu finden.
Ihre Blütezeit ist Juli bis September. Medizinisch verwendet werden die als Wollblumen bezeichneten getrockneten
Blüten der Großblumigen Königskerze und der Gemeinen Königskerze. Im ersten Jahr wächst eine
grosse Blattrosette mit weichen Blättern, die einen halben Meter lang werden
können. Erst im zweiten Jahr reckt
sich der Stengel in die Höhe und die Blüten bilden sich. Von unten nach oben
blühen die Knospen auf, etwa von Ende Juni bis August. Die Blüten sind leuchtend
gelb.
Die getrockneten Blüten sind feuchtigkeitsempfindlich, was sich in
einer bräunlichen Verfärbung zeigt und die Qualität mindert.Sie ist eine wichtige und
bekannte Heilpflanze bei Husten, vor allem bei Reizhusten. Hauptsächlich werden die
Blüten in Tees verwendet, aber auch die Blätter können eingesetzt werden.
Verwendung:
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Heilwirkung:
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Bronchitis,
Entzündungen der oberen Luftwege,
Husten,
Reizhusten,
Asthma,
Wundheilung,
Magen-Darm-Katarrh
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Wirkung:
Die Droge wirkt reizlindernd. Aus den Blättern oder Blüten kann ein
Tee, eine Tinktur oder Sirup hergestellt werden, welche bei Reizhusten, Bronchitis oder Asthma eingesetzt werden kann,
da die Inhaltsstoffe schleimlösend und auswurffördend wirken. Des Weiteren wird
das Abheilen von Hautwunden unterstützt.
Nebenwirkung:
Keine Nebenwirkungen bekannt.
Dosierung und Art der
Anwendung:
Soweit nicht
anders verordnet:
Tagesdosis: 3 - 4 g Droge; Zubereitungen entsprechend.
Art der Anwendung: Zerkleinerte Droge für Aufgüsse sowie andere galenische
Zubereitungen zum Einnehmen.
Häufig wird die Königskerze
Hustenteemischungen beigefügt. In diesen Mischungen mildern
sie den Hustenreiz und wirken auswurffördernd. Auch pur, also ohne andere
Hustenkräuter, kann man sie im Tee trinken. Dazu bereitet man einen Aufguss.
Das Wissen um die Königskerze
ist schon sehr alt, bereits Hippokrates erwähnt Verbascum für Wundbehandlungen. Die in der
Pflanze enthaltenen Saponine sollen für Fische giftig sein, und laut
Aristoteles betäubt der in ein Gewässer gestreute Samen die Fische und
erleichtert so den Fischfang. Hildegard von Bingen erwähnt die Königskerze
unter „wullena“ als Heilmittel für ein „traurig Herz“. Die Stängel wurden
früher in Harz oder Pech getaucht und als langbrennende Fackel genutzt. In der
Phytotherapie werden die auch "Wollblumen" genannten Blüten der
Königskerze als schleimlösendes Mittel - als Einzeldroge oder
in Kräuterteemischungen - bei Erkältungen verwandt.
